Oberflächen­sondierung

Oberflächensondierung – die nicht-invasive Kampfmittelerkundung

Die Oberflächensondierung ist ein bewährtes, nicht-invasives Verfahren zur Erkundung des Untergrunds. Sie wird vor allem eingesetzt, um Bauflächen flächendeckend auf mögliche Kampfmittelbelastungen zu überprüfen – ohne Eingriff ins Erdreich. Gerade in der Vorbereitung von Bauprojekten, bei denen keine tiefgreifenden Erdarbeiten geplant sind, bietet sie eine schnelle, sichere und kosteneffiziente Lösung.

Ein Mitarbeiter mit Schutzhelm und orangefarbener Warnweste bedient ein Bodenradar-Gerät auf einem freigeräumten Gelände. Hinter ihm stehen Bäume und Gebäude in einer städtischen Umgebung.

Verfahren und Messtechnik der Oberflächensondierung

Für die Oberflächensondierung steht hochmoderne Messtechnik zur Verfügung. Abhängig von den geologischen Gegebenheiten und den Projektanforderungen kommen verschiedene Verfahren der Kampfmittelerkundung zum Einsatz:

  • Geomagnetik
  • Elektromagnetik
  • Georadar

Die Kombination dieser Methoden ermöglicht eine präzise Erfassung von Auffälligkeiten im Untergrund. So lassen sich potenzielle Gefahrenquellen
zuverlässig identifizieren, Störeinflüsse minimieren und standortangepasste Lösungen entwickeln – von kompakten innerstädtischen Flächen bis hin zu großräumigen Geländeuntersuchungen.

Unsere Auswertungen und Berichte werden stets projektspezifisch aufbereitet, sodass Bauherren und Planer eine belastbare Grundlage für ihre weiteren Schritte erhalten. Die nicht-invasive Vorgehensweise spart Zeit und Ressourcen, da die Arbeiten ohne Erdarbeiten durchgeführt werden können.

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Vorteile der Oberflächensondierung

Präzision: Detektion unterirdischer Strukturen und Anomalien mit hoher Genauigkeit – ohne Erdarbeiten

Effizienz: Dank moderner Messtechnik ist es möglich, unter idealen Bedingungen Flächen von bis zu 100.000 m² täglich zuverlässig zu sondieren.

Flexibilität: schnelle Einsatzbereitschaft und kurze Vorlaufzeiten

Ressourcenschonung: kosteneffiziente Methode für großflächige Untersuchungen

Vergleich der Verfahren und Messmethoden

Parameter Geomagnetik Elektromagnetik Georadar
Detektierbare Objekte Ferromagnetische Objekte (Eisen, Stahl) Alle metallischen Objekte Metallische und nicht-metallische Objekte, Bodenanomalien
Vorteile Schnell, kostengünstig für große Flächen, passiv Detektion aller Metalle, Tiefenabschätzung möglich (TDEM), geringere Störung durch Oberflächeneisen Schnell, kostengünstig, hohe Auflösung, Tiefenangabe, Detektion von Nicht-Metallen, Erkennung von Bodenstrukturen
Nachteile Anfällig für magnetische Störungen (Schrott, Bewehrung), geringere Empfindlichkeit für nicht-ferromagnetische UXO, begrenzte Tiefenreichweite in bestimmten Böden, UXO-Orientierung beeinflusst Signal Beeinflussung durch leitfähige Böden (Ton, Salz), Auflösungsverlust in der Tiefe, Störungen durch andere Metalle, „Abschirmung“ durch leitfähige Schichten Starke Abhängigkeit von Bodenbedingungen (Leitfähigkeit, Heterogenität, Feuchtigkeit), begrenzte Eindringtiefe in leitfähigen Böden, komplexe Dateninterpretation, Beeinflussung durch Oberflächenbewuchs
Typische Detektionstiefe 2–5 m (objektabhängig), Bohrloch > 5 m 2–2,5 m (objektabhängig), Großschleifen > 3 m 0,5–3 m (stark bodenabhängig), max. 10 m unter idealen Bedingungen
Genauigkeit cm–dm Bereich cm–dm Bereich Potenziell höchste, cm-Bereich, stark bodenabhängig
Einfluss Boden Ferromagnetische Minerale (Grundrauschen) Elektrische Leitfähigkeit (Signalabschwächung) Elektrische Leitfähigkeit, Dielektrizitätskonstante, Heterogenität
Einfluss Störfaktoren Nahe Eisenteile (ober- und unterirdisch), Gebäude, Fahrzeuge Nahe Metallteile (ober- und unterirdisch), Leitungen Inhomogener Untergrund, hohe Leitungsdichte, ebene, freie Messfläche erforderlich
Kosten gering mittel bis hoch gering
Einsatzbereich Große Flächen, Verdacht auf ferromagnetische UXO Flächen mit möglichem nicht-ferromagnetischem Metall, Gebiete mit magnetischen Störungen Detailuntersuchungen, Verdacht auf nicht-metallische Objekte, Lokalisierung von Leitungen

Fachgerechte Anwendung nach Regelwerken

Die Durchführung der Oberflächensondierung erfolgt konsequent regelkonform:

  • Baufachliche Richtlinien der Kampfmittelräumung (BFR KMR)
  • DGUV Information 201 – 027
  • Landesspezifische Vorgaben

Damit ist sichergestellt, dass die Ergebnisse den aktuellen Standards entsprechen und für notwendige Genehmigungsverfahren geeignet sind.

EXPLOSERV – Expertise in der Kampfmittelräumung

Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Kampfmittelräumung sind wir Ihr spezialisierter Ansprechpartner für Oberflächensondierungen. Unsere Leistungen verbinden technische Präzision, Regelkonformität und praxisnahe Beratung.

So schaffen wir eine verlässliche Grundlage für eine sichere und reibungslose Projektumsetzung.

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