Kampfmittel­sondierung

Kampfmittelsondierung – Sicherheit beginnt im Boden

Kampfmittelreste im Boden sind noch Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Gefahr. Wer heute baut, muss nicht nur architektonisch planen, sondern auch sicherstellen, dass der Untergrund frei von Altlasten ist. Eine fachgerechte Kampfmittelsondierung schützt Menschen, Bauzeitpläne und Investitionen.

Was ist eine Kampfmittelsondierung?

Eine Kampfmittelsondierung ist die technische Untersuchung des Baugrunds auf mögliche Überreste explosiver Kampfmittel. Sie folgt in der Regel auf eine historische Bewertung (Phase A) und bildet die Phase B der Kampfmittelräumung nach den Baufachlichen Richtlinien (BFR KMR).

Ziel ist es, potenzielle Verdachtspunkte mit geophysikalischen Verfahren zu erkennen – ohne den Boden zu beeinträchtigen. Oft wird die Sondierung mit der eigentlichen Bergung verwechselt. Diese bildet jedoch die Phase C und ist deutlich aufwendiger.

Besonders relevant ist die Sondierung für Bauvorhaben auf Flächen mit belasteter Vergangenheit – sei es durch frühere militärische Nutzung, Bombardierungen oder industrielle Tätigkeiten.

Warum eine Sondierung heute so wichtig ist

Die Kampfmittelsondierung ist längst keine Spezialmaßnahme mehr. In vielen Städten gehört sie heute zur Standardprüfung vor Baubeginn. Blindgänger, Munitionsreste und metallische Altlasten lagern noch immer unbemerkt im Boden – genau dort, wo heute gebaut wird.

Gerade in wachsenden Städten treffen die Nachfrage nach Bauflächen und historisch belastete Gebiete wie ehemalige Kasernen, Bahnareale oder Industrieflächen aufeinander.

Ohne frühzeitige Sondierung drohen Risiken für Menschen, Zeitpläne und Investitionen. Eine fachgerechte Untersuchung schafft Sicherheit und verhindert Verzögerungen oder unerwartete Kosten.

Warnschild mit der Aufschrift „EXPLOSERV – Kampfmittelräumung. Betreten verboten!“ steht auf einer abgesperrten Wiese, im Hintergrund ein Gebäude.

Pflicht oder freiwillig?

Ob eine Sondierung Pflicht ist, hängt von Standort, Historie des Grundstücks und geplanter Maßnahme ab. In vielen Bundesländern ist sie Voraussetzung für die Baugenehmigung. Die Verantwortung liegt grundsätzlich beim Grundstückseigentümer oder Bauherrn. Auch Planer und Architekten sollten potenzielle Belastungen früh prüfen – zur Sicherheit gegenüber Behörden und Versicherungen.

Wann ist eine Sondierung erforderlich?

Eine Sondierung ist immer dann notwendig, wenn Hinweise auf frühere Belastungen vorliegen. Solche Hinweise können Luftbildauswertungen, Altstandortkataster oder die Lage im ehemaligen Bombenzielgebiet sein. Die Pflicht zur Prüfung entsteht häufig bereits beim Grundstückskauf oder bei öffentlichen Ausschreibungen. Relevante Kriterien sind Lage, historische Nutzung und geplanter Eingriff in den Boden. Die zuständigen Behörden legen verbindliche Richtlinien fest.

Oberflächensondierung – Effiziente Technologie für sichere Flächen­unter­suchungen

Die Oberflächensondierung nutzt modernste Verfahren wie Georadar, Elektromagnetik und Geomagnetik, um Flächen präzise und schonend zu untersuchen. Die Methode ist nicht-invasiv: Der Boden bleibt unversehrt, während potenzielle Gefahren zuverlässig erkannt werden.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Exakte Erkennung unterirdischer Objekte ohne Erdarbeiten
  • Hohe Flächenleistung – bis zu 100.000 m² pro Tag unter optimalen
    Bedingungen
  • Schnell einsetzbar – für eine zügige Projektumsetzung
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Tiefensondierung – Sicherheit auch in der Tiefe

Bei speziellen Bauvorhaben, wie Spundwänden, Verbauträgern oder Bohrpfählen, ist eine gründliche Tiefensondierung unverzichtbar. Sie ermöglicht die Untersuchung tieferliegender Gefahrenbereiche und unterstützt eine sichere, effektive Kampfmittelräumung.

Typische Einsatzbereiche:

  • Spundwände und Verbauträger
  • Tief liegende Kanaltrassen (> 3 m unter GOK)
  • Rüttelstopfsäulen und Bohrpfähledan
  • Baugrunduntersuchungen

Ablauf der Tiefensondierung:

  • Erschütterungsarme Bohrlöcher anlegen
  • Bohrlöcher verrohren
  • Detektion mit spezialisierten Sonden (Geomagnetik, Bohrlochgeoradar)

Die Tiefe und der Abstand der Bohrlöcher werden je nach Bodenbeschaffenheit und regionalen Vorschriften festgelegt. So wird das Risiko unentdeckter Kampfmittel minimiert.

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Baubegleitende Sondierung

In vielen Projekten ist eine baubegleitende Sondierung sinnvoll – besonders bei straffen Zeitplänen oder bereits begonnenen Bauarbeiten. Unser Team integriert die Maßnahmen flexibel in den Bauablauf, ohne den Fortschritt zu verzögern. Wir arbeiten eng mit Bauleitung, Sicherheitskoordinator und allen Gewerken zusammen.

Ob Leitungsbau, Erdarbeiten oder Tiefgründungen – die Sondierung wird sicher, normgerecht und effizient parallel zum Baugeschehen durchgeführt.

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EXPLOSERV – Ihr erfahrener Partner

Unser nach § 20 Sprengstoffgesetz zertifiziertes Fachpersonal bringt nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch Jahre an praktischer Erfahrung in der Kampfmittelsondierung und -Räumung mit.

Dank modernster Technologien, individueller Projektberatung und systematischem Vorgehen können wir Gefahren zuverlässig erkennen und das Risiko minimieren.

Vertrauen, Erfahrung und fundiertes Fachwissen bilden die Grundlage unserer Arbeit – für Sicherheit von Anfang an.

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