Tiefen­sondierung

Nahaufnahme einer alten, rostigen Fliegerbombe, die auf einer Wiese liegt. Die Bombe zeigt deutliche Gebrauchsspuren und wird vermutlich für eine kontrollierte Entschärfung vorbereitet.

Tiefensondierung (Bohrlochsondierung)

Tiefensondierungen werden eingesetzt, wenn die gewünschte Erkundungstiefe mit oberflächennahen Methoden nicht erreichbar ist. Als unverzichtbarer Bestandteil der Kampfmittelräumung ermöglichen sie eine präzise Untersuchung des Untergrunds und schaffen die Basis für eine sichere und zuverlässige Bauplanung sowie eine reibungslose Umsetzung.

Höchstmögliche Sicherheit

Durch den Einsatz von Bohrlochsondierungen können erhebliche Sondiertiefen erreicht werden, was insbesondere bei der Überprüfung von Verbauten, Spundwandachsen, Durchpressungen, Bohr- und Rammarbeiten von entscheidender Bedeutung ist. Die Bohrlochdetektion stellt dabei das Verfahren dar, das die höchstmögliche Sicherheit gewährleistet.

Tiefensondierungen schaffen Klarheit im kampfmittelrelevanten Gefahrenband und sorgen so für Rechtssicherheit und Baufreigaben gemäß geltender Richtlinien.

Zur Umsetzung dieses Verfahrens werden Bohransatzpunkte, abgestimmt auf die Anforderungen des Bauvorhabens und des Bundeslandes, in linearer Anordnung, im Raster oder direkt entlang der geplanten Verbauträger platziert. Je nach landesspezifischen Vorgaben, kann die Anordnung in enger Abstimmung mit der Bauleitung und unter Berücksichtigung objektspezifischer Risikobewertungen erfolgen.

Anwendungsbereiche der Tiefensondierung

  • Bohrpfähle
  • Rüttelstopfsäulen

  • Kanaltrassen (Verlegetiefe größer als 3,0 m unter GOK)

  • Durchpressungen, Mikrotunnelbau, Gründungselemente

  • Bohransatzpunkte für Baugrunduntersuchungen
  • Spundwandachsen
  • Verbauträger (Berliner Verbau)
  • Durchpressungen, Mikrotunnelbau, Gründungselemente

Schritt für Schritt

Die Durchführung von Bohrlochsondierungen gliedert sich in verschiedene Arbeitsschritte. Mithilfe erschütterungsarmer Schneckenbohrungen werden die Bohrlöcher im Rahmen der Tiefensondierung bzw. Bohrlochsondierung erstellt, um das kampfmittelrelevante Gefahrenband zu durchörtern. Nachfolgend erfolgt die Verrohrung mit Kunststoffrohren zur Sicherung der Bohrung.

Bei uns erfolgen alle Arbeiten unter Einhaltung aktueller technischer Regelwerke und werden durch geschultes Fachpersonal mit zertifizierter Messtechnik durchgeführt.

Minimiertes Risiko unentdeckter Gefahrquellen

Abhängig von der Bodenbeschaffenheit und dem Einfluss bestehender Bebauung und Leitungslage erfolgt die Untersuchung der gesetzten Bohrlöcher mittels einer Bohrlochsonde. Hierbei kommen die Geomagnetiksonde, das 3-Achs-Magnetometer oder das Bohrlochgeoradar zum Einsatz. Die Bohrlochtiefe und der Abstand der Bohrlöcher zueinander werden entsprechend der Bodenverhältnisse geregelt und unterliegen unterschiedlichen Vorschriften in den jeweiligen Bundesländern. Gerne beraten wir Sie in diesem Zusammenhang individuell.

Sie planen ein Bauvorhaben mit tiefreichenden Eingriffen ins Erdreich? Wir unterstützen Sie mit zuverlässiger Tiefensondierung und umfassender Projektbegleitung – sprechen Sie uns gerne an.

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